Psychotherapie wird Studiengang

Psychotherapie wird Studiengang

Wir nehmen Bezug auf den Referentenentwurf des Bundesministeriums für Gesundheit,

Entwurf eines Gesetzes zur Reform der Psychotherapeutenausbildung (Psychotherapeutenausbildungsreformgesetz – PsychThGAusbRefG), Bearbeitungsstand: 03.01.2019, im Internet über www.bundesgesundheitsministerium.deeinsehbar und den Artikel von Wolfgang Schönpflug in FAZ.net vom 28.03.2019 „Neues Gesetz: Ist das Ende der Psychologie gekommen?“

Das bisherige Psychotherapeutengesetz stammt von 1998. Nach Ansicht der Bundesregierung wird es mit seinen Regelungen den Ansprüchen an eine moderne psychotherapeutische Versorgung nicht mehr gerecht. Deshalb wird die Novellierung der Ausbildung und eine strukturelle Neuausrichtung für unverzichtbar gehalten. Der Zugang zum Beruf des Psychotherapeuten soll durch das Gesetz zur Reform der Psychotherapeutenausbildung einheitlicher, für alle gleich und attraktiver gestaltet werden.

Der neue Ausbildungsweg sieht ein fünfjähriges Hochschulstudium vor, dass Voraussetzung für die Erteilung der Approbation sein wird. Am Ende des Studiums wird mit der psychotherapeutischen Prüfung eine staatliche Prüfung stehen, die bundeseinheitlich der Feststellung dient, dass jeder einzelne Berufsangehörige zur selbstständigen und eigenverantwortlichen Patientenbehandlung in der Lage ist.

Der in Bezug genommene Artikel der FAZ befasst sich mit der Fragestellung, ob der neue Studiengang vielleicht den bisherigen Studiengang Psychologie verdrängen könnte, weil die darin enthaltene beliebteste Studienrichtung bisherige Psychologiestudenten - die Klinische Psychologie – nach Ansicht des Autors durch die Neuregelung vollends dominant würde.