Obdachlosenhilfe – Medizinstudenten eröffnen Poliklinik in Hamburg – nach Frankfurt die zweite in der Republik - Auch Menschen ohne Dach über dem Kopf müssen mal zum Arzt

Obdachlosenhilfe – Medizinstudenten eröffnen Poliklinik in Hamburg – nach Frankfurt die zweite in der Republik - Auch Menschen ohne Dach über dem Kopf müssen mal zum Arzt

Was, wenn man sich krank fühlt? In solchen Momenten gibt es nichts Besseres als das eigene Bett und eine warme Suppe - und klar: Medikamente.

Aber was, wenn man nichts davon hat? Kranksein ist immer „schlecht“. Aber: ohne Wohnung und ohne Krankenversicherung kommen noch einige andere Probleme dazu.

In der Bundesrepublik gibt es mehrere 10.000 Obdachlose, davon ein Viertel aus Osteuropa. Allein in Hamburg leben nach Schätzungen der Diakonie mindestens 2000 Menschen auf der Straße. Die meisten von ihnen haben keinen/kaum Zugang zu ärztlicher Versorgung, fallen durch das Gesundheitssystem. Doch wo sich die Stadt und der Staat nur zögerlich kümmern, leiden Menschen.

Die Medizinstudenten des Asklepios Campus (ACH - der ACH ist eine Niederlassung der Medizinischen Fakultät der Semmelweis Universität (Budapest) und wird von der als gemeinnützig anerkannten Asklepios Medical School GmbH betrieben. Dort findet eine kostenpflichtige klinische Ausbildung für die Studierenden statt, die die Vorklinik an der „Stamm-Uni“ in Budapest absolviert haben) haben deshalb in Hamburg eine Poliklinik eröffnet. Die Stupoli (Studentische Poliklinik) hat am 25.02.2018 den Dienst aufgenommen. Es ist die zweite deutschlandweit, nachdem bereits in Frankfurt am Main seit 2014 eine studentische Ambulanz existiert.

Die Studentische Poliklinik in Frankfurt ware die erste ihrer Art in Deutschland. Die Idee ist allerdings schon älter und vor allem in den USA erprobt und durchaus verbreitet. Dabei „profitieren“ nicht nur die Patienten, sondern auch die Studierenden, die sich dort engagieren. „Student-run Free Clinics“ gibt es in den USA seit Ende der 1960er Jahre. Sie erfreuen sich seitdem immer größerer Beliebtheit, weil sie einerseits neue Möglichkeiten in der Medizinlehre und Lehrforschung bieten und andererseits eine Lücke in der Gesundheitsversorgung nichtversicherter Menschen schließen.

Kompliziert und zeitaufwendig gestalteten sich schließlich zwei Dinge: Die Suche nach geeigneten Räumen für die Studentische Poliklinik in Frankfurt sowie die Beschaffung von Geld für deren Einrichtung und Betrieb.