Keine Einigung bei der Normierung der patientenbezogenen Kapazität des klinischen Studienabschnitts in den Modellstudiengängen

Keine Einigung bei der Normierung der patientenbezogenen Kapazität des klinischen Studienabschnitts in den Modellstudiengängen – Charité Berlin prescht vor

Die Arbeitsgemeinschaft Modellstudiengang Medizin konnte sich – bisher - noch nicht auf ein einheitliches Vorgehen einigen. Die nächste Sitzung der AG Modellstudiengang Medizin wird vermutlich erst Anfang Oktober 2018 stattfinden.

Die Charité-Universitätsmedizin Berlin hat daher aufgrund der ihr von den Berliner Gerichten und dem Senat gesetzten Frist gehandelt und eine eigene Regelung getroffen: 

Nach der 27. Verordnung zur Änderung der Kapazitätsverordnung Berlin vom 19. Juni 2018 sind als patientenbezogene jährliche Aufnahmekapazität für den Modellstudiengang Medizin an der Charité-Universitätsmedizin Berlin nunmehr anstatt bisher 15,5 % zukünftig 17,1 % der Gesamtzahl der tagesbelegten Betten des Klinikums anzusetzen. Bei den poliklinischen Neuzugängen bleibt es bei der Deckelung auf 50 %. Dies bedeutet eine Erhöhung der patientenbezogenen Kapazität an der Charité um ca. 10 %.

Dem ist die Charité in der Weise gefolgt, dass sie die Zulassungszahl im Modellstudiengang von 316 auf 331 erhöht hat. Dies entspricht zwar nicht 10 %, aber die Charité hatte zuvor schon einen „Sicherheitspuffer“ eingebaut.

Wir werden unsere Mandanten hinsichtlich der Frage, ob Verfahren gegen die Charité im WS 2018/2019 durchgeführt werden sollen, auch angesichts der Kosten aufgrund der anwaltlichen Vertretung der Charité konkret beraten.