hochschulstart.de hat am 22.09.2017 die Auswahlgrenzen in den medizinischen Studiengängen und der Pharmazie veröffentlicht

hochschulstart.de hat am 22.09.2017 die Auswahlgrenzen in den medizinischen Studiengängen und der Pharmazie veröffentlicht

https://zv.hochschulstart.de/fileadmin/media/zv/nc/wise2017_18/nc_zv_ws17.pdf

Die Übersicht für die Auswahlgrenzen im Auswahlverfahren der Hochschulen zeigt erneut die „Notenlastigkeit“ des Vergabesytems.

Wir haben das Bundesverfassungsgericht, das ja auch gerade über diese Frage verhandeln und entscheiden will, hierauf aufmerksam gemacht.

Wir zitieren aus der Pressemeldung des BVerfG mit der Ankündigung des Termins vom 04.10.2017 (Hervorhebung durch uns):

„Das vorlegende Verwaltungsgericht Gelsenkirchen ist der Auffassung, im Auswahlverfahren der Hochschulen verletze der Verzicht auf sogenannte Landesquoten angesichts der fehlenden bundesländerübergreifenden Vergleichbarkeit der Abiturnoten das aus der Berufsfreiheit und dem allgemeinen Gleichheitssatz hergeleitete Teilhaberecht der Studienplatzbewerber bei der Vergabe der Studienplätze. Zudem sei die Wartezeitquote gleichheitswidrig ausgestaltet, weil sich die Wartezeit nach der Dauer der seit dem Erwerb der Hochschulzugangsberechtigung vergangenen Zeit bemesse und in der Folge langjährig Wartende von später hinzukommenden sogenannten Gelegenheitsbewerbern „überholt“ werden könnten. Schließlich beanstandet das Verwaltungsgericht eine Überbetonung der Abiturnote (Grad der Qualifikation) im Gesamtsystem aufgrund ihres Stellenwerts sowohl in der Abiturbestenquote als auch im Auswahlverfahren der Hochschulen. Dies habe zur Folge, dass trotz des Hinzutretens weiterer Auswahlkriterien eine sehr große Gruppe potentieller Bewerber faktisch von vornherein von jeglicher Zulassungschance ausgeschlossen sei“.

Wie bereits mitgeteilt, werden die Rechtsanwälte Alexandra Brehm-Kaiser, Nicole Binder und der Gründer und Senior der Kanzlei, Dr. Robert Brehm, als Besucher an der mündlichen Verhandlung teilnehmen und anschließend an dieser Stelle ausführlich berichten.