Hochschullehre und Finanzierung

Hochschullehre und Finanzierung - Gespräche zur Nachfolge des Hochschulpakts 2020 und des Qualitätspakts Lehre, die in 2020 auslaufen

Bisher erhielten die Hochschulen Zuschüsse in Höhe von rund 20,2 Milliarden Euro für die Schaffung zusätzlicher Studienplätze. Mit diesen Mitteln wurden eher selten teure zusätzliche Medizinstudienplätze, sondern Studienplätze in den günstigen Ausbildungen, wie z.B. Rechtswissenschaften, geschaffen.

Für die Bezuschussung soll auch am Schlüssel für die Mittelverteilung gearbeitet werden. Er soll einfach und bedarfsgerecht sein und zukünftig ein zusätzliches Kriterium enthalten: den Studienerfolg. Dies bedeutet, dass es für die Hochschulen für jeden Studenten, der sein Studium in der Regelstudienzeit plus 2 Semester beendet, zusätzlich Mittel gibt bzw. entsprechende Mittelkürzungen, wenn die Studenten die Regelstudienzeit überziehen.

Dies führte zu ersten Bedanken, die Qualitätsschwelle für die Examina könnte sinken, oder Auslandsaufenthalte und innovative Konzepte der Ausbildung könnten unter Druck geraten oder aus dem Ausbildungsplan verschwinden, was unbedingt vermieden werden soll.

Die Hochschulkonferenz meint der entscheidende Faktor, um die Qualität der Lehre zu sichern und innovativ weiter zu entwickeln, sei eine starke Grundfinanzierung. Auch deshalb hat der Bund diesmal eine dauerhafte Finanzierung in Aussicht gestellt, die den Hochschulen die Möglichkeit gibt, die Mittel langfristig für die Sicherung der Studienplätze zu nutzen.

Wir sind gespannt, ob es in Zukunft zusätzliche Medizinstudienplätze aufgrund der neuen Verteilung der Gelder geben wird.