Grundrechtseingriff bei Schüler, wenn Lehrer das Handy einkassiert?

Das Verwaltungsgericht Berlin hat entschieden, dass es keinen schwerwiegenden Grundrechtseingriff darstellt, wenn ein Lehrer einem Schüler (hier der neunten Klasse) das Mobiltelefon abnimmt, wenn dieser hiermit den Unterricht massiv stört. Nach Angabe des Klägers sei er in seiner Ehre verletzt und gedemütigt worden, auch habe der Lehrer unzulässig in das Erziehungsrecht seiner Eltern eingegriffen.

Das Verwaltungsgericht Berlin hat die Klage abgewiesen, da der Schüler mittlerweile die Schule verlassen hat und hat daher in der Sache nicht entschieden. Die zuständigen Richter haben trotzdem ihre Rechtsauffassung offengelegt: Sie sehen hierin keinen schwerwiegenden Grundrechtseingriff und auch das Erziehungsrecht der Eltern sei nicht beeinträchtigt worden.