Die Anforderungen an ein Eignungsfeststellungverfahren

Die Anforderungen an ein Eignungsfeststellungverfahren

Die Anforderungen an ein Eignungsfeststellungverfahren - Konkret: Studium der Sportwissenschaften - und der Inhalte und die Lehrziele des Studiums liegt in der autonomen Entscheidung einer Hochschule im Rahmen der Lehr- und Wissenschaftsfreiheit.

Dies hat vor wenigen Tagen der Verwaltungsgerichtshof München (VGH) entschieden und bewegt sich im Rahmen der einhelligen Rechtsprechung.

Im konkreten Fall wandte sich der Antragsteller gegen die Anforderungen der Technischen Universität München (TUM) hinsichtlich der für erforderlich gehaltenen mathematischen und naturwissenschaftlichen Kenntnisse. Diese und das hohe Niveau ließen sich weder anhand der im Internet zugänglichen Modulübersicht, noch anhand des Modulhandbuches bestätigen. Die im Eignungsfeststellungsverfahren festgelegten qualitativen Anforderungen seien deshalb rechtswidrig.

Wie bereits zuvor das Verwaltungsgericht München war auch der VGH überzeugt, dass es zur Aufnahme eines Studiums der Sportwissenschaften, über dessen Inhalte und Lehrziele sowie Voraussetzungen und Anforderungen die TUM im Rahmen ihrer Lehr- und Wissenschaftsfreiheit autonom entscheidet, vertiefter mathematischer und naturwissenschaftlicher Fähigkeiten bedarf. Diese habe der Antragsteller im Rahmen der durchgeführten Eignungsfeststellung nicht nachgewiesen.