Anforderungen in der Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen zum WS 2017/2018 weiter gestiegen

Anforderungen in der Wartezeit bei der Vergabe von Studienplätzen zum WS 2017/2018 weiter gestiegen, allerdings liegt die Wartezeit in der Humanmedizin wieder bei 14 Semestern !! 

Zwar liegt nach Mitteilung von hochschulstart.de die Wartezeit in der Humanmedizin bei 14 und in der Zahnmedizin bei 12 Wartesemestern. Allerdings sind die Anforderungen nach dem nachrangigen Kriterium Durchschnittsnote im Vergleich zu den letzten Wintersemestern weiter gestiegen. Während im Studiengang Humanmedizin im WS 2015/2016 bei 14 Semestern noch die Durchschnittsnote 3,3 und im WS 2016/2017 eine 2,9 ausreichte, ist jetzt eine 2,6 erforderlich. Dies bedeutet, dass ein Teil der Bewerber mit 14 Semestern und 2,6 und alle mit 2,7 oder schlechter noch ein weiteres Semester auf einen Studienplatz warten müssen, weil es in der Wartezeitquote keine Nachrückverfahren gibt. Im Studiengang Zahnmedizin sind die Anforderungen bei – gleichgebliebenen - 12 Semestern sogarum 0,4 Punkte von 2,9 auf 2,5 gestiegen. Dies bedeutet in gleicher Weise,  dass ein Teil der Bewerber mit 12 Semestern und 2,5 und alle mit 2,6 oder schlechter noch ein weiteres Semester auf einen Studienplatz warten müssen, In der Pharmazie ist die Wartezeit von 3 auf 2 Semester zurückgegangen.

 In der Abiturbestenquote ist in der Humanmedizin mit Ausnahme von Niedersachsen und Schleswig-Holstein, dort 1,1 – die Spitzennote 1,0 erforderlich und zwar auch in Niedersachsen, wo vor einem Jahr „noch“ eine  1,1 ausreichte. In der Zahnmedizin schwankt der erforderliche Schnitt zwischen 1,0 in Brandenburg und – als Ausnahme und für uns unerklärlich – Bremen mit 1,5. Für die meisten Bewerber mit sehr guten Noten ist das Auswahlverfahren der Hochschulen (AdH) der „Rettungsanker“. Sobald nach dem 14.08.2017 die Ergebnisse der Bewerbung im AdH feststehen, melden wir uns wieder. 

In dieser Stelle machen wir nochmals auf unseren Beitrag zur am 04.10.2017 stattfindenden mündlichen Verhandlung vor dem Bundesverfassungsgericht zur Verfassungsmäßigkeit des derzeitigen Vergabeverfahrens aufmerksam.

Allerdings ist mit einer schriftlichen Entscheidung auf die Verhandlung frühestens Ende des Jahres zu rechnen.